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Verkaufstexte schreiben, die konvertieren: Warum dich kurze Texte Umsatz kosten können

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Seitdem unsere Aufmerksamkeitsspanne oft mit der eines Goldfischs verglichen wird, scheint die Devise „je kürzer, desto besser“ allgegenwärtig zu sein, wenn es um das Thema „Verkaufstexte schreiben“ geht.

Doch ist das wirklich immer der beste Ansatz?

Frage an dich:

Hast du schon mal einen Online-Shop besucht, auf das Produkt geklickt, kurz die Beschreibung überflogen und gedacht: „Perfekt, gekauft!“ – oder bist du eher der Typ, der sich jeden Verkaufstext, jede Kundenbewertung und jede FAQ durchliest, bevor er auf „Bestellen“ klickt?

Tatsächlich gibt es zwei grundsätzliche Käufertypen, die komplett unterschiedlich ticken. Und genau das ist der Grund, warum kurze Texte nicht immer das Mittel der Wahl sind und längere Inhalte mehr überzeugen können.

Warum?

Weil du damit beide Gruppen abholst – und damit keinen Umsatz liegen lässt.

Lass uns mal genauer hinschauen.

Die zwei Käufertypen: Schnellentscheider vs. Detailverliebte

Stell dir vor, du verkaufst ein Produkt – sagen wir, ein Online-Coaching.

Dein Angebot ist super, dein Preis fair und deine Webseite sieht professionell aus.

Doch dein Text?

Kurz und knackig.

Perfekt, oder? Schließlich soll sich doch keiner durch eine Textwand kämpfen müssen …

Falsch!

Warum?

Weil nicht alle Menschen gleich kaufen. Und hier kommen die zwei wichtigsten Käufergruppen ins Spiel:

1. Die Schnellentscheider – Die „Ich kauf das sofort“-Typen

  • Sie lesen oft nur die Headline oder den ersten Absatz.
  • Sie handeln impulsiv – wenn sie überzeugt sind, drücken sie direkt auf den Kauf-Button.
  • Ein zu langer Text? Kein Problem! Sie überfliegen ihn einfach oder scrollen direkt zum Kauf.

2. Die Detailverliebten – Die „Ich will erst alles wissen“-Typen

  • Sie brauchen alle Infos: Was genau bekomme ich? Welche Vorteile habe ich? Gibt es Kundenstimmen?
  • Sie sind oft rationale Käufer, die sich sicher sein müssen, bevor sie ihr Geld ausgeben.
  • Ein zu kurzer Text? Tödlich! Wenn nicht alle Fragen beantwortet sind, kaufen sie nicht.

Und jetzt stell dir mal vor, du hättest nur einen kurzen Verkaufstext geschrieben.

Wen würdest du verlieren?

Genau: die Detailverliebten – und damit einen riesigen Teil deines Umsatzes!

Lies auch: Umsatz steigern: 16 effektive Strategien, um online Verkäufe anzukurbeln

Warum lange Verkaufstexte (fast) immer die bessere Wahl sind

Ein guter Verkaufstext macht es beiden Käufertypen leicht:

Schnellentscheider? Können scrollen, Highlights überfliegen und direkt kaufen.

Detailverliebte? Finden alle Infos, die sie brauchen, um eine sichere Kaufentscheidung zu treffen.

Wenn dein Verkaufstext nur kurz und knapp ist, hast du nur eine Chance: Die Schnellentscheider müssen auf Anhieb überzeugt sein.

Doch was passiert mit den Leuten, die noch unsicher sind? Sie kaufen nicht!

Das bedeutet: Mit kurzen Texten lässt du Umsatz liegen. Punkt.

Wie du einen ausführlichen Verkaufstext schreibst – und was er enthalten sollte

Lange Texte sind keine Roman-Ersatzliteratur. Sie müssen smart strukturiert sein, damit beide Käufertypen schnell finden, was sie brauchen.

Meist kannst du dich an die Daumenregel halten: So kurz wie möglich und so lang wie nötig.

Hier eine erprobte Struktur, die verkauft:

🏆 1. Die Killer-Headline (Das Versprechen)

Kurz, knackig, neugierig machend. Sie muss sofort den Hauptvorteil transportieren.

Beispiel: „Mehr Kunden in 30 Tagen – ohne teure Werbung!“

Schnellentscheider? Kaufen vielleicht direkt.

Detailverliebte? Lesen weiter.

🧐 2. Ein starker Einstieg (Problemnennung)

Hier packst du den Leser emotional und sprichst sein Problem direkt an.

Beispiel: „Du hast ein geniales Angebot, aber kaum jemand kauft? Damit bist du nicht allein – und die Lösung ist einfacher, als du denkst.“

Jetzt hast du die Aufmerksamkeit beider Gruppen.

🚀 3. Die Lösung (Dein Produkt/Deine Dienstleistung)

Hier erklärst du in wenigen Sätzen, was du anbietest.

Beispiel: „Mit meinem Copywriting-Kurs lernst du, wie du Verkaufstexte schreibst, die konvertieren und Kunden begeistern – selbst, wenn du kein Talent fürs Schreiben hast.“

Schnellentscheider kaufen spätestens jetzt. Detailverliebte lesen weiter.

📢 4. Die Vorteile/Der Kundennutzen (Warum genau dieses Produkt?)

Listenform! Kein Blabla. Kurz, direkt, überzeugend.

Beispiel:
✅ Praxisnah & leicht verständlich
✅ Sofort anwendbare Techniken
✅ Kein Theoriekram – nur bewährte Strategien

Viele Schnellentscheider lesen nur bis hier hin und klicken auf „Kaufen“, weil sie verstanden haben, was sie bekommen.

🏅 5. Sozialer Beweis (Kundenstimmen, Ergebnisse, Erfolgsgeschichten)

Nichts verkauft besser als echte Erfahrungsberichte.

Beispiel:
„Seit ich den Kurs gemacht habe, schreibe ich Texte, die mir 3x mehr Umsatz bringen! “ – Lisa M., Coach

Detailverliebte saugen das auf.

👤 6. Wer steckt dahinter? (Vertrauen aufbauen)

Bevor Menschen etwas kaufen, wollen sie wissen, von wem sie kaufen. Hier kannst du dich kurz vorstellen und deine Geschichte erzählen:

Beispiel:
„Mein Name ist [Dein Name] und ich helfe Unternehmen seit über 10 Jahren dabei, ihre Texte in verkaufsstarke Kundenmagnete zu verwandeln. Ich habe bereits über 7000 Texte geschrieben, die nachweislich die Conversion-Rate steigern. Indem ich Worte in Profit verwandle, verhelfe ich nicht nur meinen Kunden zu mehr Umsätzen, sondern lebe auch ich mein Traumleben. Das war jedoch nicht immer so …“ Und so weiter.

Das schafft Glaubwürdigkeit und baut Vertrauen auf. Im Idealfall entdeckt der Leser Gemeinsamkeiten oder stellt Ähnlichkeiten fest und kann sich mit dir identifizieren.

❓ 7. Einwandbehandlung (Antworten auf mögliche Zweifel)

Jetzt räumst du letzte Bedenken aus dem Weg.

Beispiel:
„Funktioniert das auch, wenn ich kein Profi bin?“
Ja! Der Kurs ist speziell für Anfänger gemacht.

Perfekt für Detailverliebte.

Die Einwandbehandlung kannst du auch ganz am Ende machen, indem du unter „Häufig gestellte Fragen“ alle Unklarheiten beseitigst und alles aufgreifst, was den Leser noch von einem Kauf abhalten könnte.

💰 8. Die Investition (Preis & Angebot)

Jetzt wird’s konkret: Der Leser will wissen, was er zahlt – und was er dafür bekommt.

Beispiel:
„In den kompletten Copywriting-Kurs investierst du nur 799 Euro – das sind pro Tag weniger als [Vergleich mit Alltagskosten deiner Zielgruppe]!
💡 Und das Beste? Du bekommst eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, wenn du nicht zufrieden bist.“

Spätestens hier springen die letzten Schnellentscheider zum Bestellformular (Checkout)!

🔥 9. Der Call-to-Action (Jetzt kaufen!)

Klare, direkte Handlungsaufforderung: „Sichere dir jetzt deinen Platz – nur noch 3 verfügbar!“

Idealerweise baust du den CTA auch zwischendurch im Text ein und nicht nur einmal am Ende.

Und fertig – so schreibst du Verkaufstexte, die konvertieren, beide Käufertypen abholen und maximalen Umsatz bringen.

Fazit: Kurz ist bequem und kostet Umsatz, lang verkauft besser

Ja, kurze Texte sind bequem und können trotzdem überzeugen. Aber wenn du sowohl die Schnellentscheider als auch die Detailverliebten erreichen willst, solltest du ausführliche Verkaufstexte schreiben.

Schnellentscheider überfliegen, scrollen und kaufen.

Detailverliebte lesen, verstehen und kaufen.

Mit einem kurzen Text würdest du die zweite Gruppe verlieren – und Umsatz verschenken.

Klingt logisch, oder?

Also: Schreib lang, schreib überzeugend – und freu dich über mehr Kunden! 🚀

Und wenn du lieber deine Texte schreiben lassen willst, dann schick mir eine Nachricht an mail@steffi-bloch.de und ich übernehme das für dich.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Irina

    Hallo Steffi,

    vielen Dank für diesen Artikel, der deutlich macht, dass es sich lohnt, ein bisschen Hirnschmalz in die eigenen Verkaufstexte zu investieren. Sollte ich auch mal wieder ran. Danke für die Erinnerung.

    Viele Grüße Irina

    1. Steffi Bloch

      Hallo Irina,

      ja, „In der Kürze liegt die Würze“ ist nicht immer von Vorteil. Es lohnt sich auf jeden Fall, etwas Hirnschmalz (wie du schreibst) in seine Verkaufstexte zu investieren. Deshalb gern geschehen 🙂

      Liebe Grüße
      Steffi

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